CNJ E-Commerce Transport
Vertriebskanäle6 Min. Lesezeit

Retourenpakete auf dem Markt verkaufen: Leitfaden

Retourenpakete auf dem Markt verkaufen: Standplatz und Genehmigung, Standaufbau, Preispunkte, Bar- und Kartenzahlung sowie ehrliche Beschilderung.

Retourenpakete auf dem Markt zu verkaufen ist für viele Wiederverkäufer der schnellste Weg, eine Partie in Umsatz zu verwandeln: Sie kaufen pro Kilogramm ein, verkaufen pro Paket und sehen am selben Tag, was funktioniert. Gleichzeitig stellt ein Marktstand eigene Anforderungen an Genehmigung, Aufbau, Preisgestaltung und Wetterfestigkeit. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie einen Markttag aufsetzen, welche Partien sich für einen Stand eignen und wie Sie ehrlich kommunizieren, was ein Mystery-Paket ist und was nicht.

Standplatz und Genehmigung bei der Gemeinde regeln

Einen Stand auf dem Wochenmarkt regeln Sie in der Regel bei der Gemeinde, in der der Markt stattfindet. Üblicherweise gibt es einen festen Standplatz und daneben einen Tagesplatz für Händler, die sich am Markttag melden. Bedingungen, Gebühren und Wartezeiten unterscheiden sich je Gemeinde und manchmal je Markt: Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Regelung in der einen Stadt auch in der Nachbargemeinde gilt.

Außerdem handeln Sie gewerblich, also gehören eine Eintragung im Handelsregister und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zur Ausgangslage. Klären Sie die praktischen Punkte mit dem Marktmeister oder der Gemeinde, bevor Sie Ware einkaufen, denn sie bestimmen, wie viel Sie überhaupt präsentieren können. Lassen Sie Ihre Situation im Zweifel von Ihrem Buchhalter oder Berater prüfen; dieser Artikel beschreibt allgemeine Grundsätze und ist keine Rechtsberatung.

  • Fester Standplatz oder Tagesplatz: Was ist verfügbar und wie lang ist die Warteliste?
  • Die Gebühr pro Markttag sowie die Anforderungen an Stand, Beleuchtung, Strom und Anfahrtszeiten.
  • Regeln für Abfall und für das Zurücklassen unverkaufter Ware.

Welche Retourenpartien passen zu einem Marktstand?

Auf dem Markt zählen die Stückzahl pro Meter Stand und die Geschwindigkeit, mit der Sie etwas erklären können. Kleine, handliche Pakete funktionieren deshalb besser als große Kartons: Sie erhalten mehr Stück pro Kilogramm, Ihr Stand bleibt den ganzen Tag gefüllt und Kunden können ein Paket selbst in die Hand nehmen. Zwei Produktlinien passen dazu besonders gut.

Paketretouren Small/Mid aus den Netzen von DHL, Hermes und GLS kosten € 6,00 pro Kilogramm zzgl. MwSt. und Fracht, haben A–B-Grade und enthalten eine Mischung aus Elektronik, Küchenartikeln, Spielzeug und kleinen Haushaltsartikeln. Amazon Versandtaschen (BP2) kosten € 5,25 pro Kilogramm zzgl. MwSt. und Fracht, haben A-Grade und bestehen aus originalen kleinen Paketen in Papierversandtaschen: kleines Elektronikzubehör, Beautyprodukte, kleine Haushaltsartikel und Bürobedarf. Für beide Linien gilt keine feste Mindestabnahme, sodass Sie mit einer Testpartie beginnen können. CNJ ist ein unabhängiger Großhändler und nicht mit Amazon, DHL, Hermes oder GLS verbunden; diese Namen beschreiben ausschließlich die Herkunft der Ware.

  • Handliches Format: Der Kunde greift selbst zu und wählt aus, was Ihnen Verkaufszeit spart.
  • Viele Stück pro Kilogramm, also ein voller Stand ohne einen Transporter voller Paletten.
  • Zwei Zustände nebeneinander: A-Grade-Versandtaschen und A–B-Grade-Paketretouren ergeben zwei Preispunkte.

Wie viele Kilogramm nehmen Sie zu einem Markttag mit?

Es gibt keine feste Faustregel: Es hängt von Ihrer Standbreite, Ihrem Preispunkt und der Frequenz des Marktes ab. Starten Sie bewusst niedrig, messen Sie, was Sie an einem Tag verkaufen, und skalieren Sie erst danach hoch. Zu viel Ware an den ersten Markttagen kostet Sie vor allem Transport, Lagerung und Stunden.

Rechenbeispiel: Angenommen, Sie kaufen 100 kg Amazon Versandtaschen (BP2) zu € 5,25 pro Kilogramm ein, dann beträgt Ihr Einkaufswert € 525 zzgl. MwSt. und Fracht. Verteilen Sie diese Ware auf vier Markttage, nehmen Sie pro Tag rund 25 kg mit. Wie viele Pakete das sind, hängt vom Durchschnittsgewicht pro Sendung ab; wir nennen bewusst keine festen Stückzahlen. Wiegen Sie eine Stichprobe aus Ihrer ersten Partie und rechnen Sie mit diesem Durchschnitt. Fracht und Standgebühr kommen zum Einkaufspreis hinzu und gehören in Ihren Selbstkostenpreis pro Paket.

Notieren Sie nach jedem Markttag drei Dinge; nach einem Monat haben Sie ein belastbares Bild:

  • Verkaufte Stück pro Preispunkt, damit Sie sehen, welches Format am schnellsten läuft.
  • Restbestand pro Format und pro Kategorie.
  • Ihre Kosten des Tages: Standgebühr, Kraftstoff, Parken und geleistete Stunden.

Standaufbau: versiegelte Pakete neben sortierten Artikeln

Ein Stand mit ausschließlich geschlossenen Paketen erfordert viel Erklärung; ein Stand mit ausschließlich losen Artikeln verliert das Überraschungsmoment, das Menschen an Ihren Tisch zieht. Die Kombination funktioniert am besten: versiegelte Pakete als Blickfang vorne und daneben sortierte Artikel als Beweis, dass brauchbare Ware herauskommt.

Denken Sie auch an die Laufrichtung: Kunden gehen an Ihrem Stand vorbei und nicht hinein, also muss alles in Armlänge liegen und auf einen Blick verständlich sein. Füllen Sie außerdem den ganzen Tag nach, denn Nachfüllen bringt mehr als schönes Dekorieren.

  • Vorderste Reihe: versiegelte Pakete nach Format, mit einem klaren Preisschild pro Reihe.
  • Mittelzone: Kisten mit sortierten Artikeln nach Kategorie, etwa Kabel, Küche und Spielzeug.
  • Ein Vorführplatz, an dem Sie gelegentlich selbst ein Paket öffnen, zieht Publikum an und macht Erklärungen überflüssig.

Preispunkte, Bargeld und Kartenzahlung

Auf dem Markt gewinnt Einfachheit: Ein Festpreis pro Paketformat funktioniert besser als Preise pro Stück oder pro Gewicht, denn der Kunde muss nicht rechnen und Sie müssen nicht verhandeln. Zwei oder drei Preispunkte genügen, etwa klein, mittel und groß, gegebenenfalls ergänzt um einen Bündelpreis für drei Stück. Rechnen Sie Ihren Preispunkt auf Ihren Selbstkostenpreis pro Kilogramm inklusive Fracht und Standgebühr zurück, nicht auf den Ladenwert, den Sie im Internet sehen.

Akzeptieren Sie beide Zahlungsarten. Bargeld bleibt auf Märkten üblich, nehmen Sie also ausreichend Wechselgeld mit; gleichzeitig erwartet ein wachsender Teil der Kunden, mit Karte zahlen zu können. Ein mobiles Kartenterminal mit eigener Datenverbindung ist zuverlässiger als ein Gerät im WLAN des Marktes. Halten Sie Kasse und Umsatzsteuerunterlagen in Ordnung und lassen Sie Ihre Aufstellung von Ihrem Buchhalter prüfen; die Regeln für Barverkäufe an Verbraucher gelten auch auf der Straße.

Wetter, Warenschutz und Rotation von Ladenhütern

Papierversandtaschen und Kartons sind feuchtigkeitsempfindlich. Eine durchnässte Partie verliert nicht nur Präsentationswert, sondern Verkaufswert, denn ein verzogener Karton verkauft sich nicht. Arbeiten Sie mit Planen, geschlossenen Kisten und einer Palette oder einem Wagen unter Ihrer Ware.

Jede Partie enthält außerdem Artikel, die liegen bleiben; lassen Sie sie nicht Markttag für Markttag denselben Platz einnehmen. Verschieben Sie Ladenhüter auf einen niedrigeren Preispunkt, bündeln Sie sie mit gängigen Artikeln oder legen Sie sie für einen anderen Kanal zurück, etwa einen Online-Marktplatz oder einen Pop-up. Eine einfache Regel hilft: Was nach drei Markttagen nicht verkauft ist, geht in die Bündelkiste.

  • Eine Markise oder Plane, die auch seitlich eindringenden Regen abhält.
  • Geschlossene Kisten statt offener Kartons für den Bestand hinter dem Stand.
  • Bei Sturm oder Dauerregen weniger mitnehmen und früher abbauen, statt mit nasser Ware weiterzumachen.

Ehrliche Beschilderung: was ein Mystery-Paket ist

Das Überraschungsmoment verkauft, ist aber auch die größte Quelle für Diskussionen am Stand. Wir selbst geben keine Garantie auf den Inhalt oder den Wiederverkaufswert einer Partie, und diese Ehrlichkeit an Ihren eigenen Kunden weiterzugeben, dient Ihnen am besten: Artikel können unvollständig, ungeprüft oder in beschädigter Verpackung sein.

Verkaufen Sie an Verbraucher, tragen Sie selbst die Pflichten eines Verkäufers, auch wenn Sie die Partie gewerblich pro Kilogramm eingekauft haben. Dazu gehören ehrliche Produktinformationen, Gewährleistung und Produktsicherheit. Was genau von Ihnen erwartet wird, hängt davon ab, was Sie verkaufen und wie; erkundigen Sie sich bei Ihrem Branchenverband oder einem Juristen.

  • Schreiben Sie das Überraschungsmoment aufs Schild, statt es zu verschweigen: Inhalt unbekannt, Preis fest.
  • Geben Sie an, ob ein Paket getauscht oder zurückgegeben werden kann und unter welchen Bedingungen.
  • Machen Sie keine Versprechen zu Marken, Ladenwert oder Artikelzahl pro Paket.
  • Weisen Sie auf ungeprüfte Elektronik und auf Artikel hin, die nicht für Kinder geeignet sind.

Ein Marktstand ist einer der schnellsten Wege, Retourenpakete zu testen: Innerhalb eines Tages sehen Sie, welches Format läuft, welcher Preispunkt funktioniert und welche Kategorien liegen bleiben. Regeln Sie Ihren Standplatz bei der Gemeinde, beginnen Sie mit einer begrenzten Kilogrammzahl und bleiben Sie in Ihrer Beschilderung ehrlich. Möchten Sie selbst ein Mystery-Box-Geschäft aufbauen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf — wir beraten Sie gern zu einer passenden ersten Partie.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Genehmigung, um Retourenpakete auf dem Markt zu verkaufen?
In der Regel vergibt die Gemeinde die Standplätze auf einem Markt, und für festen Platz oder Tagesplatz gelten örtliche Bedingungen. Außerdem handeln Sie gewerblich, dazu gehören eine Handelsregistereintragung und eine Umsatzsteuernummer. Prüfen Sie die genauen Anforderungen immer bei der Gemeinde des Marktes und bei Ihrem Buchhalter.
Was verlange ich für ein Mystery-Paket an einem Marktstand?
Arbeiten Sie mit einem Festpreis pro Format statt pro Stück oder pro Gewicht, denn das verkauft sich schneller. Berechnen Sie Ihren Preispunkt aus Ihrem Selbstkostenpreis pro Kilogramm inklusive Fracht und Standgebühr, nicht aus einem geschätzten Ladenwert. Zwei oder drei Preispunkte plus ein Bündelpreis genügen auf dem Markt meist.
Sollte ich Retourenpakete besser versiegelt oder geöffnet verkaufen?
Beides funktioniert, und die Kombination funktioniert meist am besten. Versiegelte Pakete ziehen Publikum an und verkaufen sich schnell; sortierte Artikel daneben zeigen, dass brauchbare Ware herauskommt, und schaffen Vertrauen. Entscheiden Sie pro Partie: gängige Artikel einzeln verkaufen, den Rest versiegelt oder gebündelt anbieten.

Passend dazu

Weiterlesen

Nur B2B-Großhandel

Möchten Sie selbst ein Mystery-Box-Geschäft aufbauen?

Wir liefern Retourenpartien, Paketretouren und Überbestände pro Kilogramm an Geschäftskunden in ganz Europa. Sagen Sie uns, was Sie suchen — wir beraten Sie gern zu einer passenden ersten Partie.